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Abgesichert im Alter: Das müssen Frauen wissen

Teilzeitjobs, Gender-Pay-Gap, Familienpausen: Bei aller Emanzipation wirken sich die Herausforderungen der Gegenwart oft negativ auf die Altersvorsorge von Frauen aus. Wie aber können Sie fürs Alter vorsorgen? Claudia Bauer und Julia Wild von der Kreissparkasse Göppingen im Positionsgespräch.
Eine junge Frau hält ein kleines Mädchen auf ihrem Schoß und zeigt diesem ein Sparschwein

Problematische Ausgangslage

Claudia Bauer: Frauen sind die Kümmerer des Landes. Was durchaus schön klingt, hat aber einen riesigen Haken: Frauen haben davon nichts – außer vielleicht gesellschaftliches Ansehen. Das ist zwar nicht verkehrt, allerdings kann sich eine Frau davon nichts zu Essen  kaufen. Deshalb ist es wichtig, dass Frauen auf eigenen Beinen stehen und sich um ihre Altersvorsorge kümmern! Denn nur so schaffen sie es, von ihrem Partner finanziell unabhängig zu sein. Und das ist wichtig, um als Frau tatsächlich frei und selbstbestimmt ein eigenes Leben gestalten zu können.

Julia Wild: Um für die Familie da zu sein und trotzdem ein bisschen was zu verdienen, arbeiten viele Frauen in einem Minijob oder in Teilzeit. Es spricht nichts dagegen, für die Familie da zu sein – aber dann bitte gleichberechtigt mit dem Partner. Zwar sorgen sich immer mehr Männer auch um den eigenen Nachwuchs, aber da gibt es noch Luft nach oben. Es ist also richtig und wichtig, dass Frauen sich um ihre Altersvorosrge Gedanken machen, aber auch die Männer müssen das ihre dazu beitragen, um die Frau zu entlasten.

Beraterin Claudia Bauer
Claudia Bauer

Segmentmanagerin Privatkunden bei der Kreissparkasse Göppingen

Beraterin Julia Wild
Julia Wild

Vermögensmanagerin im Beratungs-Center Eislingen und im Beratungs-Center Süßen

Mehr Egoismus wagen

Claudia Bauer: Eines kann ich Ihnen versprechen: Warten und hoffen Sie nicht darauf, dass es schon irgendwie reichen wird. Nehmen Sie Ihre Altersvorsorge selbst in die Hand und beginnen lieber heute statt morgen damit. So sind Sie später nicht nur unabhängiger, sondern können ohne Sorgen nach vorne blicken. Und im Zweifelsfall müssen Sie primär auf sich schauen – erst danach kommt der Rest. Sie sind es sich wert!

Julia Wild: Klar: Niemand möchte sich in den Vordergrund stellen und andere Bedürfnisse ignorieren. Doch wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen: Vor allem Frauen sind von Altersarmut betroffen. Dies liegt mitunter auch daran, dass sich viele Frauen nicht um die Altersvorsorge kümmern. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich die Zeit nehmen und sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen. Denn nur so stellen Sie sicher, dass Sie später selbstbestimmt leben können.

Die passende Altersvorsorge

Claudia Bauer: Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie für das Alter vorsorgen können. Wichtig ist, dass Sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Ihr Geld auf verschiedene Anlageklassen verteilen – Stichwort “Diversifizierung”. Dafür passen Fonds-Sparpläne ideal, in die Sie regelmäßig, beispielsweise monatlich, einen gewissen Betrag einzahlen. Je früher Sie damit anfangen, umso mehr profitieren Sie vom Zinseszinseffekt.

Julia Wild: Galten früher Kinder noch als die beste Altersvorsorge, so sind diese Zeiten vorbei – auch wenn deren Hilfe im Alter natürlich sehr hilfreich ist. Deshalb ist es wichtig so früh wie möglich sich mit der Altersvorsorge zu beschäftigen, denn Frauen müssen finanziell unabhängig sein. Hilfreich kann eine private Rentenversicherung sein. Diese verspricht hohe Sicherheit, da bereits bei Vertragsabschluss lebenslange Leistungen garantiert werden.

Faktenbox

Welche Modelle werden am häufigsten genutzt?

Mit einer privaten Rentenversicherung kann man die Versorgungslücke der gesetzlichen Rente schließen. So sichern Frauen ihren Ruhestand zusätzlich ab. Die Höhe der Beiträge, die Versicherungssumme und die Laufzeit  legen Sie individuell fest.

Die betrieblichen Altersvorsroge: Bei der sogenannten “Betriebsrente” zahlt der Arbeitgeber die Beiträge direkt aus dem unversteuerten Bruttogehalt in einen bAV-Vertrag. Das lohnt sich doppelt: Zu zahlende Steuern und Sozialabgaben fließen direkt in die Betriebsrente. Sie zahlen also nur die Hälfte an Beitrag.

Bei der fonds­gebundenen Renten­­versicherung gibt es viele Möglichkeiten. Sie können jeden Monat zwischen einer breiten Fonds­palette individuell wählen: vom TrendPortfolio Invest über gemanagte Fonds­modelle bis hin zu einem attraktiven Spektrum an kosten­günstigen ETFs.

Bei der Kapitallebensversicherung kann die Überschuss-Beteiligung zusätzlich zum garantierten Zinsertrag weitere Erträge einbringen. Nach der Laufzeit erhält die Versicherte Geld zurück – in einem Beitrag oder als monatliche Rente.

Die Rürup-Rente ist eine Basisrente, ähnlich der gesetzlichen Rentenversicherung. Sie ist insbesondere für Selbstständige sinnvoll.

Je 670.000 Frauen haben eine Lebensversicherung abgeschlossen oder zahlen in die Rürup-Rente ein.

Die beliebteste Altersvorsorge ist und bleibt die Riester-Rente. Rund sechs Millionen Frauen erhalten die Riester-Förderung. Diese sollte allerdings nur als Teil der Altersvorsorge gesehen werden.

Ein Mädchen hält einen selbst gezeichneten Regenbogen ans Fenster

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Bildnachweis

© Mladen Mitrinovic / Shutterstock.com

© Kreissparkasse Göppingen / Pulvermüller

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