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Ausstellungsansicht mit Fotografien von Sibylle Bergemann in der Kunsthalle Göppingen

Zwischen Nähe und Distanz: Sibylle Bergemann in der Kunsthalle Göppingen

Die Kunsthalle Göppingen zeigt vom 03.03.2026 bis 28.06.2026 die Ausstellung „Sibylle Bergemann – Fotografie 1966 bis 2010“. Die Schau widmet sich einer der bedeutendsten deutschen Fotografinnen und bietet einen umfassenden Einblick in ihr vielseitiges Werk. Zu sehen sind Fotografien aus mehr als vier Jahrzehnten, die Stadtansichten, Porträts, Modeaufnahmen und Reportagen umfassen.
Inhalt & Quicklinks

Sibylle Bergemann in der Kunsthalle Göppingen

Die Kunsthalle Göppingen zeigt vom 03.03.2026 bis 28.06.2026 die Ausstellung „Sibylle Bergemann – Fotografie 1966 bis 2010“. Sibylle Bergemann zählt zu den bedeutendsten deutschen Fotografinnen und gilt als international bekannteste Vertreterin der Fotografie der DDR. Über mehr als vier Jahrzehnte entwickelte sie ein vielschichtiges Werk, das Stadtansichten, Mode und Porträts ebenso umfasst wie essayistische Reportagen. Ihre Bilder bewegen sich zwischen Traum und gesellschaftlicher Wirklichkeit und zeichnen sich durch eine präzise, oft poetische Bildkomposition aus. Die Ausstellung versammelt Fotografien aus den Jahren 1966 bis 2010 und würdigt eine Künstlerin, die die Geschichte der Fotografie nachhaltig geprägt und mehrere Generationen von Fotografen und Fotografinnen beeinflusst hat.

Ausstellungsansicht Sibylle Bergemann in der Kunsthalle Göppingen
Ausstellungsansicht „Sibylle Bergemann – Fotografie 1966 bis 2010“, Kunsthalle Göppingen. Foto: Frank Kleinbach © Estate Sibylle Bergemann Ostkreuz, courtesy Loock Berlin
Sibylle Bergemann Das Denkmal Berlin 1986 Fotografie
Sibylle Bergemann, Das Denkmal, Berlin, Februar 1986.
Estate Sibylle Bergemann Ostkreuz, courtesy Loock Berlin

Zwischen Nähe und Distanz

Ein zentrales Thema im Werk von Sibylle Bergemann sind Porträts, insbesondere von Frauen. Künstlerinnen, Schauspielerinnen und Models setzte sie selbstbewusst und zugleich zurückhaltend ins Bild. In ihrer Arbeitsweise ließ sie den Porträtierten Raum und begegnete ihnen mit respektvoller Distanz. So entstehen Aufnahmen, die Persönlichkeit zeigen, ohne aufdringlich zu wirken. Gleichzeitig widmete sie sich mit der Serie „Das Denkmal“ über viele Jahre einem außergewöhnlichen fotografischen Projekt. Zwischen 1975 und 1986 begleitete sie die Entstehung des bildhauerischen Ensembles für das Marx Engels Forum in Berlin. Dabei entstanden eindrucksvolle Fotografien, die nicht nur den künstlerischen Prozess festhalten, sondern auch ein Stück Zeitgeschichte dokumentieren.

Ein Werk zwischen Alltag, Mode und Weltreisen

Neben Porträts und Stadtansichten prägten auch Reisen das Werk von Sibylle Bergemann. Für renommierte Magazine wie Geo, Stern und Spiegel fotografierte sie unter anderem im Jemen, in Ghana und im Senegal. Ihre Arbeiten verbinden dabei persönliche Beobachtungen mit einem dokumentarischen Blick auf gesellschaftliche Wirklichkeit. Wiederkehrende Themen wie die Stadt und das Porträt von Frauen ziehen sich durch ihr gesamtes Schaffen. Seit den 1990er Jahren wandte sie sich zudem verstärkt der Farbfotografie zu und erweiterte damit konsequent ihr künstlerisches Spektrum. Die Ausstellung in der Kunsthalle Göppingen bietet einen umfassenden Einblick in diese unterschiedlichen Werkphasen. Begleitend wird ein vielfältiges Programm mit Führungen, Workshops, Konzerten und Lesungen angeboten.
Besucher betrachtet Fotografie von Sibylle Bergemann in der Kunsthalle Göppingen
Ausstellungsansicht „Sibylle Bergemann – Fotografie 1966 bis 2010“ in der Kunsthalle Göppingen.
Foto: Frank Kleinbach

Sibylle Bergemann – Fotografie 1966 bis 2010

Zeitraum:
03.03.2026 bis 28.06.2026

Kooperation:
Estate Sibylle Bergemann

Begleitprogramm:
Führungen, Workshops, Konzerte und Lesungen

Das Logo der Kunsthalle Göppingen. Vier diagonale Striche stehen symbolisch für das charakteristische Sheddach der Kunsthalle.

Kunsthalle Göppingen

Marstallstr. 55 | 73033 Göppingen

Titelbild | Foto: Frank Kleinbach © Estate Sibylle Bergemann Ostkreuz; courtesy Loock Berlin

Tipp:
Die Ausstellung von Arno Fischer auf Schloss Filseck ergänzt den Blick auf die Fotografie dieser Zeit und zeigt das Umfeld, in dem auch Sibylle Bergemann arbeitete.