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Heizkosten sparen gefällt auch der Katze auf der Heizung

So sparen Sie mit einfachen Mitteln Heizkosten

Je nach Heizungstyp zahlten die Bewohnerinnen und Bewohner von Einfamilienhäusern in Deutschland im Jahr 2020 zwischen 895 Euro und 1.540 Euro an Heizkosten. Wir verraten Ihnen, wie Sie von diesen Kosten ein ganzes Stück einsparen können.
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Einige Grundlagen zum Heizen

Wussten Sie, dass jedes Grad an Raumtemperatur circa sechs Prozent Heizenergie ausmacht? Wenn Sie also die Temperatur in Ihrem Haus um ein Grad verringern, sparen Sie sechs Prozent Heizkosten ein. Allerdings sollten Sie dabei keinen Raum unter zwölf Grad kalt werden lassen. Unterhalb dieser Schwelle bildet sich Feuchtigkeit in den Mauern und Schimmel kann sich ausbreiten. Zudem ist der Energieaufwand, einen Raum von dieser Temperatur aus hoch zu heizen, unverhältnismäßig hoch. Selbst wenn Sie also beispielsweise in die Winterferien fahren, sollten Sie Ihre Heizkörper auf kleiner Stufe eingeschaltet lassen, damit kein Raum kälter als zwölf Grad wird.

Hat ihre Heizung keine Temperaturangabe, so können Sie sich an der Thermostatstufe orientieren. Wenn diese in fünf Schritte eingeteilt ist, entspricht jeder davon etwa vier Grad. Mit Stufe drei erreicht man die Standardraumtemperatur von 20 Grad, die in den meisten Räumen angenehm ist.

Heizkosten sparen: Sicht auf einen Heizthermostat
Heizkosten SParen: Blick ins Schlafzimmer

Wohlfühltemperatur leicht gemacht

Das gilt allerdings nicht für jedes Zimmer: So schläft es sich beispielsweise im Schlafzimmer am besten zwischen 16 – 18 Grad, was bei einer Heizung ohne Temperaturangabe etwa Stufe 2 entspricht. Im Badezimmer hingegen haben es viele Menschen gerne warm wenn sie duschen, also morgens und abends. Hier bieten sich Temperaturen um 23 Grad an, was der Thermostatstufe  drei bis vier entspricht. Im Flur hingegen wartet Einsparpotential: Da dieser für gewöhnlich kein Aufenthaltsraum ist und meist nicht über Außenwände verfügt, reicht hier eine Temperatur von 16 Grad, entsprechend Stufe zwei.

 

Unterschätzter Faktor: Lüften

Auch durch richtiges Lüften können Sie sparen. In einem Einfamilienhaus sogar bis zu 155 Euro pro Heizperiode. Denn diesen Betrag müssen diejenigen Bewohnerinnen und Bewohner mehr zahlen, die falsch, also durch gekippte Fenster, Lüften. Besser ist das Stoßlüften: Dazu öffnen Sie mehrere Fenster gleichzeitig für fünf bis zehn Minuten. Am besten funktioniert der Luftaustausch, wenn Sie gegenüberliegende oder diagonale Fenster öffnen. An einem normalen Tag reicht es, das in den meisten Räumen dreimal so zu tun. So haben Sie stehts genügend Sauerstoff in der Luft, aber keine ausgekühlten Wände. Dies passiert hingegen beim Lüften mit gekippten Fenstern, was vor allem Kälte in die Räume und ins Mauerwerk lässt. Die frische Luft, die nicht nur gesund ist, sondern sich auch durch ihre Trockenheit schneller aufwärmt, kommt am besten durch kurz, aber weit geöffnete Fenster.

Heizkosten Sparen: Weit geöffnetes Dachfester illustriert korrekte Lüften
Heizkosten SParen: Blick auf ein programmierbares Thermostat

So sparen Sie am Heizkörper ...

Im Baumarkt erhalten Sie für etwa 35 Euro programmierbare Heizkörperthermostate. Eine sehr gute Investition: Denn mit diesen können Sie nachts automatisch die Temperatur nicht genutzter Räume herunterregeln. Das lohnt sich besonders im Bad, das vor allem morgens oder abends für die tägliche Dusche gemütlich warm sein sollte, dazwischen aber wenig genutzt wird. 

Sogar bis zu zehn Prozent Ihrer Heizkosten können Sie einsparen, wenn Sie Ihre Heizung korrekt entlüften. Wenn Ihre Heizung gluckernde oder pfeifende Geräusche macht, könnte es sein, dass sich zu viel Luft im Heizkörper gesammelt hat. Dann hat das heiße Wasser, das für die Erwärmung der Räume sorgen soll, keinen Platz im Heizkörper. Er kann sogar dann kalt oder unregelmäßig erwärmt bleiben, wenn er voll aufgedreht ist. Das Entlüften können Sie einfach selbst vornehmen. Eine detaillierte Anleitung dazu finden Sie hier.

... und an Ihrer Heizungsanlage

Weiteres Einsparpotential wartet an Ihrer Heizungsanlage. Das muss nicht gleich ein Austausch sein. Wenn Ihre Heizungsrohre noch ungedämmt sind, dann sollten Sie eine Dämmung nachholen. Denn über ungedämmte Heizungsrohre kann besonders in kalten Kellerräumen viel Wärme verloren gehen. Alles, was Sie zum Nachrüsten brauchen, bekommen Sie im Baumarkt. Besorgen Sie sich einfache Dämmschläuche oder -schalen zur Selbstmontage, schneiden Sie diese passend zurecht und ummanteln Sie die Rohre. Nun sollten diese, ähnlich wie eine Thermoskanne einen dampfenden Tee, ihre Heizungsrohre schön warmhalten.

Heizkosten Sparen: Blick auf eine Heiztherme mit unisolierten Heizungsrohren
Heizkosten Sparen: Heizkörper wird mittels Entlüftungsschlüssel entlüftet

Weitere Spartipps

Oft ist es eine Vielzahl an kleinen Dingen, die zusammen einen Unterschied machen. So ist es auch beim Heizen. Daher sollten Sie auch diese kleinen Umstellungen beherzigen: Stellen Sie keine großen Möbelstücke vor die Heizkörper und hängen Sie keine Vorhänge darüber. Das kann Sie bis zu 15 Prozent Heizenergie kosten.

 

Auch undichte Fenster sollten Sie nicht einfach so hinnehmen. Isolieren Sie lieber kleine Ritzen, die sich mit der Zeit zwischen Fenster und Rahmen bilden können, mit etwas Dichtungsklebeband. Dies ist ebenfalls für wenige Euro im Baumarkt erhältlich.

Wenn nichts mehr hilft

Wenn Ihr Heizkessel jedoch nicht mehr wirtschaftlich arbeitet, sollten Sie ihn austauschen lassen. Das kann sein, wenn ihr Heizungsraum ständig sehr warm ist, ihre Heizung oft ausfällt oder Ihnen der Schonsteinfeger bei der regelmäßigen Abgasprüfung einen zu hohen CO2-Ausstoß bescheinigt. Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen laut Energiesparverordnung (EnEV) sogar saniert oder ausgetauscht werden.

Bei einem solchen Austausch steht einer höheren Anfangsinvestition auch ein Einsparpotential gegenüber. Denn neuere Modelle arbeiten wesentlich energiesparender oder können mit nachhaltigen Brennmitteln wie Pellets befeuert werden. Außerdem müssen Sie eine energetische Sanierung nicht selbst stemmen. Hier warten großzügige Förderungen des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) auf Sie.

Die Beraterinnen und Berater der Kreissparkasse Göppingen unterstützen und beraten Sie gerne. Mehr Informationen unter ksk-gp.de oder 07161 603-0.

Heizkosten Sparen: Heizkörper unter dem Fenster
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