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Von Aktien bis Zinsen: Das kleine ABC der Finanzen

Vermögen anzulegen und dadurch zu vermehren ist an sich nicht schwer. Wer sich aber vorab informiert, wird häufig mit Begriffen konfrontiert, mit denen sie oder er erstmal kaum etwas anzufangen weiß. Wüssten Sie zum Beispiel auf Anhieb, was Diversifikation oder Volatilität ist? Wir verstehen, wie verwirrend die Begriffswelt in der Vermögensanlage sein kann und bringen für Sie einmal Licht in das Dunkel der Finanzbegriffe.
Inhalt & Quicklinks

Komplizierte Begriffe – einfache Bedeutung

Bei allem Ärger über das ständige Nachschlagen der Begriffe, haben diese doch sehr oft ihre Daseinsberechtigung: Sie erleichtern es uns, in Gesprächen Zusammenhänge einfach und treffsicher auf den Punkt zu bringen – vorausgesetzt, man kennt sie! Wer nämlich einmal verstanden hat, was mit Liquidität oder Anlagehorizont gemeint ist, spart sich eine Menge Zeit und kann die eigenen Wünsche treffsicher im Gespräch mit anderen äußern. Sie bilden die Grundlage für das Verständnis von Vermögensanlagen und sind wichtig, um kluge Investmententscheidungen zu treffen. 

Zwei Hände auf einem Laptop, auf dessen Bildschirm verschiedene Aktienkurse angezeigt werden

Ihr Nachschlagewerk: Das Finanz-ABC

A wie Aktien, Anleihen und Anlagehorizont: Fangen wir bei den einfacheren Begriffen an. Aktien sind die Anteile an einem Unternehmen, welche an der Börse gehandelt werden und welche Sie kaufen können. Mit dem Kauf von Aktien bekommen Sie Eigentumsrechte an einem Unternehmen Ihrer Wahl. Als Aktionärin oder Aktionär haben Sie dann Teilhabe an den Gewinnen des Unternehmens, zum Beispiel in Form von Dividenden oder Kapitalgewinnen. 

Die Anleihen können als das Pendant der Aktien verstanden werden. Hier wird Geld an Unternehmen verliehen. Dafür erhalten die Käuferinnen oder Käufer der Anleihe  regelmäßige Zinszahlungen oder die komplette Rückzahlung des geliehenen Kapitals .  

Der Anlagehorizont beschreibt dagegen die geplante Zeitspanne, in der Sie Ihr Geld anlegen wollen.  

D wie Dividenden und Diversifikation: Wie eben schon angesprochen, begegnen Ihnen die Dividenden vor allem dann, wenn Sie Aktien von einem Unternehmen gekauft haben. Gemeint sind die Ausschüttungen, die von Unternehmen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre verteilt werden. Das kann Geld, aber auch weitere Aktien sein, die Ihnen dann zustehen. 

Die Diversifikation als Begriff beschreibt die Streuung Ihrer Investitionen auf verschiedene Vermögenswerte oder Anlageklassen. Je größer diese Streuung beziehungsweise Diversifikation ausfällt, je geringer wird ihr Risiko, Geld zu verlieren. 

E wie ETF (Exchange Traded Funds): Der Begriff ETF dürfte Ihnen in jüngster Zeit häufiger begegnet sein. Grund dafür ist, dass Anlegerinnen und Anleger immer mehr erkennen, dass ETFs eine weitaus kostengünstigere Möglichkeit sind, ihr Geld anzulegen und zu vermehren. Kurz gesagt: Sie sind vor allem für private Anlegerinnen und Anleger ein gutes Mittel, ins Aktiengeschäft einzusteigen. Ein Exchange Traded Fund ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines solchen Index, zum Beispiel dem des DAX, genau abbildet. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, mit nur einem einzigen ETF Ihre Anlage auf über 1.000 Unternehmen zu verteilen. 

F wie FondsFonds beziehungsweise Investmentfonds sammeln das Geld mehrerer Anlegerinnen und Anleger und investieren dieses Geld dann in verschiedene Vermögenswerte. So haben auch kleinere Anlegerinnen und Anleger die Möglichkeit, Anteile an Aktien zu erwerben, die ansonsten zu teuer gewesen wären. Darüber hinaus ist ein Fonds per se diversifiziert, also risikogemindert. Ein weiterer Vorteil: Das Geld, das Anlegerinnen und Anleger in einen Fonds investiert haben, gilt als Sondervermögen. Es ist auch im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt und kann zurückgezahlt werden.

Ein Zeitungsbericht zeigt einen steigenden Aktienkurs

K wie Kurs-Gewinn-Verhältnis (kurz: KGV): Das Kurs-Gewinn-Verhältnis begegnet Ihnen häufig, wenn es darum geht, den Erfolg eines Aktienkaufes zu bewerten. Hierbei wird der aktuelle Kurs einer Aktie durch den Gewinn je Aktie geteilt. 

L wie Liquidität und Liquidationswert: Bei der Vermögensanlage bedeutet Liquidität die Fähigkeit, eine Anlage schnell in Bargeld umzuwandeln, ohne dabei einen erheblichen Wertverlust zu erleiden. Der Liquidationswert ist dann der geschätzte Wert eines Vermögens, wenn es schnell verkauft werden muss. 

R wie Risikotoleranz, Rendite und Renditeerwartung: Mit der Risikotoleranz ist Ihre persönliche Bereitschaft gemeint, mit der Sie Risiken in der Investition eingehen. Passend dazu ist die Rendite der prozentuale Gewinn oder Verlust, den Sie aus Ihrer Anlage erzielen können oder erzielt haben. Die Renditeerwartung ist das, was Sie mit Ihren Investitionen überhaupt erzielen möchten.  

V wie Volatilität: Die Volatilität hängt unmittelbar mit den letztgenannten Begriffen zusammen. Sie meint die zu berücksichtigenden Schwankungen im Wert des Vermögens, der Ihnen einen Maßstab für das einzugehende Risiko gibt. 

Z wie Zinsen: Zinsen bekommen Sie, wenn Sie Geld verleihen. Diese spielen bei Anleihen eine wichtige Rolle. Die Zinsen sind dabei ein festgelegter Betrag, den Sie als Anlegerin oder Anleger erhalten, wenn Sie eine entsprechende Anleihe besitzen.

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