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„Das Feuer ist ungebremst!“

Die „Stauferfestspielfamilie“ ist längst inmitten der Vorbereitungen für die Aufführung des Musicals „My Fair Lady“ Anfang September in der Göppinger Werfthalle. prisma schaute hinter die Kulissen und sprach mit den Protagonisten.
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Der Geschäftsführer der Stauferfestspiele berichtet

An einem Samstagmorgen im Frühling wuselt es im Pausenhof des Mörike-Gymnasiums in Göppingen. Es findet das erste große Treffen der Ensembles statt. Mittendrin als Organisator steht Benjamin Beck – einer der drei Geschäftsführer der Stauferfestspiele – und gibt Anweisungen. Er hat schon als Kind und Jugendlicher in Rechberghausen vor 17 Jahren auf der Bühne gestanden. „Seither ist das Feuer ungebremst“ berichtet er mit einem Strahlen im Gesicht. Dies liegt sicherlich auch daran, dass der lange Kampf um Fördergelder erfolgreich war. „Die Stadt und der Landkreis unterstützen uns. Dieses Signal wurde in Stuttgart registriert, auch aufgrund der guten Arbeit, welche geleistet wird. So erhalten wir nun zusätzliche Mittel vom Land und eine Projektförderung vom Bund. Ohne die ideelle und finanzielle Unterstützung von zahlreichen Partnern wären die für die Region so wichtigen Festspiele nicht möglich.“ schildert Beck.

Benjamin Beck
Flyer May Fair Lady

Gesucht werden: Stimmen für die Chöre

In der ganzen Region ist die Unterstützung groß. Und dennoch sucht man weiterhin Stimmen für die Chöre, Ehrenamtliche für die Platzeinweisung und in der Schneiderei. Letztgenannter kommt wieder die besondere Aufgabe zu, mit wenig und einfachen Mitteln ganz besonders viel Effekt zu erzielen. Die Gewandmeisterin Michaela Kirn ist sich der besonderen Aufgabe bewusst: „Bei My Fair Lady besteht die doppelte Herausforderung sowohl besonders viel – nämlich in der Regel vier verschiedene pro Person – als auch besonders aufwändige Kostüme zu gestalten. Das Meisterstück wird wohl die Ascotszene mit den vielen Hüten!“

Erfolgsrezept Stauferfestspiele

Die Vorfreude ist auch bei Markus Müller auf eine bildgewaltige und opulente Aufführung groß. Der Geschäftsführer steht als Chorsänger mit auf der Bühne und ist seit den Anfängen mit dabei. „Das schwierige war Gleichgesinnte zu finden, welche den verrückten Weg mitgehen, ein solch gigantisches Projekt in Göppingen zu stemmen“ blickt er auf ereignisreiche Jahre zurück. Der Erfolg und auch die Machbarkeit der Stauferfestspiele besteht darin, Laien und Profis zu einem harmonischen Ganzen zusammen zu fügen.

Musical Sängerin Vanessa Maria Looss

Vanessa Maria Looss

Mezzosopranistin, übernimmt in My Fair Lady die Rolle der Eliza

prisma: Warum schlägt Ihr Herz für die Stauferfestspiele?

Die Festspiele haben schon seit der Gründung 2006 einen ganz eigenen Spirit und so ist eine „Festspielfamilie“‘ entstanden, wie wir im Team dazu sagen. Mich persönlich haben sie so motiviert, dass sie mich in meinem Berufswunsch bestärkt haben. Man muss einfach mal dabei gewesen sein um das zu spüren. Es muss allerdings nicht zwingend auf oder hinter der Bühne sein, denn das Publikum bekommt die volle Ladung dieser Energie in der Vorstellung zu spüren!

 

prisma: Was ist das Besondere an My Fair Lady und an der Rolle der Eliza?

My Fair Lady ist wie die Rolle der Eliza Doolittle unglaublich facettenreich, spritzig, schmissig, trotzdem tiefgründig und berührend. Die charaktervolle Eliza durchlebt fast alle Gefühlswelten und macht eine unglaubliche Persönlichkeitsentwicklung durch. Das macht die Rolle für mich so spannend!

Alexander Warmbrunn

gebürtiger Göppinger, Kulturamtsleiter der Stadt Lindau und mit dieser 2021 mit dem europäischen Kulturpreis ausgezeichnet, Intendant der Stauferfestspiele

prisma: Können Sie sich an die Zeit erinnern, als es mit den Stauferfestspielen begann?

Ich kann mich sehr gut an den Beginn der Festspiele erinnern und an der großen Begeisterung gemeinsam mit anderen Menschen etwas Besonderes zu erreichen! Diese Begeisterung spüre ich auch nach 17 Jahren bis zum heutigen Tag und diese Begeisterung ist es auch, die die Festspiele so frisch und agil halten.

prisma: Sie sind ein besonderer Freund der Operette. Wie kam es zum Wechsel des Genre hin zum Musical?

Das Besondere der Festspiele ist es unter anderem, dass wir uns nicht eindeutig einem Genre zuordnen lassen. Wir sind angetreten um lebendiges Musik Theater zu machen! Wir wissen, dass wir gut Operette machen können, dass wir eine Oper umsetzen können und daher war es die logische Folge auch ins Musical Fach zu gehen. Was uns interessiert ist nicht das Genre. Es ist die Geschichte, die wir erzählen wollen. Lebendiges Musik Theater lebt von der Interaktion Musik, Schauspiel und Tanz. Im Dialog zwischen Profis und Amateuren entstehen diese Geschichten in ihrer musikalischen Form immer wieder neu. Daher ist es sehr spannend für uns, uns immer wieder auf neue Herausforderungen einzulassen!

prisma: Was zeichnet My Fair Lady aus?

My Fair Lady ist ein perfektes Werk. Es erzählt eine wundervolle Geschichte die der irische Nobelpreisträger Bernhard Shaw mit Pygmalion als Schauspiel geschrieben hat. Frederic Loewe vertonte es mit einer kongenialen Musik! Als Film mit Audrey Hepburn ist es ein Welterfolg der allein mit acht Oscars ausgezeichnet wurde. Die Musical Version ist so sehr beim Publikum angekommen, dass es als eines der meist gespieltesten Musicals der Welt gilt.

Dies hat einen großen guten Grund: das Stück ist sehr kurzweilig erzählt, hat sehr viele verschiedene Facetten, ist komisch und sehr berührend zugleich! Es ist in seinen Szenenbildern sehr bunt und bietet unserem Publikum sehr viele verschiedene Bilder die die Solisten, die Tänzer und der Chor lebendig werden lassen! Ein Stück das sowohl Tiefgang hat, aber auch absoluten Unterhaltungswert und bei dem der Humor nicht zu kurz kommt. Gemeinsam mit den wunderbaren Darstellern, den traumhaften Kostümen und einem fantastischen Bühnenbild in dieser einzigartigen Kulisse der Werfthalle, wird diese Inszenierung für alle BesucherInnen jeden Alters ein außergewöhnliches Erlebnis!

My Fair Lady

Termine 2022: 2.- 4. und 8.-10. September

Mehr Informationen und Tickets erhalten Sie unter:

Engagiert im Landkreis

Von Anfang an unterstützt die Kreissparkasse Göppingen als Hauptsponsor die Staufer Festspiele.

Logo KSK GöppingenDas Kreditinstitut aus der Region engagiert sich für die Kulturvielfalt in unserem Landkreis, denn diese Vielfalt macht unseren Landkreis und unsere Heimat lebens- und liebenswerter.

 

Bildnachweis

© Jürgen Malchers

© Stadt Lindau

© Tobias Fröhner

© Staufer Festspiele Göppingen

© Kreissparkasse Göppingen/Paule

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