Osteopathie: Ganzheitlich, individuell, menschlich
Zum Welttag der Osteopathie blickt Bettina Vollmer auf fast drei Jahrzehnte therapeutische Erfahrung zurück – und doch ist ihre Begeisterung für die Heilmethode ungebrochen. „Osteopathie ist für mich weit mehr als eine Therapieform – sie ist eine Haltung gegenüber dem Menschen“, sagt sie. In ihrer Praxis in Bad Boll nimmt sie sich Zeit, Menschen ganzheitlich wahrzunehmen: körperlich, seelisch und emotional.
Ziel ihrer Arbeit ist es, das natürliche Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Dabei folgt sie keinem starren Schema, sondern entwickelt für jede Patientin und jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan. „Ihr persönlicher Weg zur Heilung ist auch meiner“, betont sie. Achtsamkeit, Empathie und ein respektvoller Umgang sind für sie zentrale Elemente – damit sich die Menschen nicht nur behandelt, sondern verstanden fühlen.
Welttag der Osteopathie: Die drei Säulen
Die Osteopathie gliedert sich in drei große Bereiche: Die parietale Osteopathie behandelt den Bewegungsapparat – Muskeln, Gelenke, Faszien. Die viszerale Osteopathie richtet sich auf die inneren Organe und deren Beweglichkeit. Die craniosakrale Osteopathie schließlich widmet sich dem Schädel, dem Rückenmark und dem Nervensystem.
„All diese Systeme stehen miteinander in Verbindung. Funktioniert eines nicht richtig, wirkt sich das oft auf andere Bereiche aus“, erklärt Vollmer. Deshalb konzentriert sich die Osteopathie nicht auf einzelne Symptome, sondern sucht die Ursache im Zusammenspiel der Körpersysteme. Oft geschieht das auch in enger Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten. „Interdisziplinäres Arbeiten ist für mich kein Zusatz, sondern Voraussetzung“, so Vollmer.
Sanfte Hilfe für Frauen: Osteopathie in der Gynäkologie
Gerade in der Frauenheilkunde zeigt die Osteopathie ihre besondere Stärke. Viele Patientinnen kommen mit Menstruationsbeschwerden, unerfülltem Kinderwunsch oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr in die Praxis. Sanfte, gezielte Techniken helfen, Spannungen zu lösen, die Durchblutung zu fördern und das Gleichgewicht im Beckenbereich wiederherzustellen.
Auch in Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und -nachsorge kann Osteopathie wertvolle Unterstützung leisten. „Es geht darum, den Körper in dieser besonderen Lebensphase zu begleiten und Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Beckeninstabilität zu lindern“, so Vollmer. Nach Eingriffen wie Kaiserschnitt oder Bauchspiegelung fördert die Behandlung zudem die Heilung von Narben und Verwachsungen.
„Ich möchte Frauen einen geschützten Raum bieten, in dem sie mit ihren Beschwerden ernst genommen werden – ganz ohne Tabus“, betont sie.
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Welttag der Osteopathie: Ein Geburtstag mit Bedeutung
Die Osteopathie ist heute in vielen Ländern ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Bettina Vollmer sieht darin eine positive Entwicklung – aber auch eine Verantwortung. „Wir dürfen nie aufhören, dazuzulernen und den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen.“
prisma sagt:
Herzlichen Glückwunsch zum Welttag der Osteopathie und zum 151. Geburtstag, liebe Osteopathie – und danke an all jene, die mit Herz und Händen heilen. Ein besonderer Dank gilt Bettina Vollmer für das persönliche Gespräch und ihren wertvollen Einblick in diese besondere Heilmethode.
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Osteopathie, Physiotherapeutin, Heilpraktikerin
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