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Psychosoziale Notfallversorgung und das Kriseninterventionsteam des DRK Göppingen e.V.

In manchen Notfall- oder Katastrophensituationen reichen medizinische und technische Hilfe allein oft nicht mehr aus. Dann kommt das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes e.V. zum Einsatz. Die Helferinnen und Helfer leisten Beistand, betreuen Angehörige oder Hinterbliebene und regeln das Notwendige in einer psychischen Ausnahmesituation.
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Krisen müssen nicht mehr allein gemeistert werden

Psychosoziale Notfallversorgung (kurz: PSNV) nennt sich ein noch recht junges Angebot des Deutschen Roten Kreuzes e.V. im Kreisverband Göppingen. Seit drei Jahren kümmert sich unter Leitung von Alexander Schmidt und Christian Striso ein Team aus neun Mitarbeitern um Menschen in Krisensituationen. „Das können sowohl unmittelbar Betroffene als auch Einsatzkräfte sein“, sagt Ulrich Kienzle, Leiter des Ortsvereines Göppingen-Schurwald und selbst Mitglied im Kriseninterventionsteam.

Mitfühlen - aber nicht mitleiden

Ein Unfall mit Todesopfern oder mehreren Schwerverletzten, der plötzliche Tod eines Kindes, der Suizid eines nahen Angehörigen – die Gründe für das Ausrücken des Kriseninterventionsteams sind vielfältig. Bei Bedarf begleiten die Akuthelfer auch Polizeibeamte beim Überbringen von Todesnachrichten oder unterstützen die Einsatzkräfte in besonders traumatischen Fällen. Gemeinsam ist allen Krisensituationen jedoch, dass das Leben der Betroffenen urplötzlich völlig aus den Fugen gerät. Zu rationalen Entscheidungen und Handlungen sind dann die wenigsten Menschen mehr fähig.

„Unser Team aus speziell geschulten und ausgebildeten Einsatzkräften leistet in solchen Fällen psychischen Beistand”, sagt Ulrich Kienzle. Da kann schon die reine Anwesenheit ausreichen. Jemand ist da, nimmt sich Zeit, hört zu und tröstet. Aber auch ganz praktische Unterstützung, wie der Anruf bei nahen Angehörigen oder Freunden, die Begleitung auf dem Weg in die Klinik, das Ausfüllen von Formularen oder die Organisation eines Bestattungsunternehmens gehört dazu.

Kooperation mit anderen Diensten

Die Kriseninterventionshelfer kooperieren bei ihrer Arbeit nicht nur mit Rettungsdiensten, Katastrophenschutz oder anderen Einsatzeinheiten, sondern auch mit den kirchlichen Einrichtungen der Notfallseelsorge. Teilweise finden die Einsätze sogar in gemischten Teams statt. Mit viel Sensibilität und Einfühlungsvermögen spüren sie die Bedürfnisse der Menschen in den jeweiligen Situationen auf und richten die Hilfsangebote daraufhin aus.

„Wer mag, darf ein Gebet sprechen, einen Segen erbitten, aber auch auf Gott und seine Ungerechtigkeiten schimpfen”, so Ulrich Kienzle.

Immer dabei - der Notfall-Rucksack

Wenn das Team zu Hilfe gerufen wird, ist immer auch ein Notfall-Rucksack mit dabei. Bestückt ist er in der Regel mit einer Decke und anderen Dingen, die den Helferinnen und Helfern wichtig sind. Auf keinen Fall fehlen dürfen kindgerechte Materialien, um in Ausnahmesituationen auch die Kleinsten gut betreuen zu können.

Die Kreissparkasse Göppingen unterstützte die psychosoziale Notfallversorgung jüngst mit 40 Plüschdelfinen. Die noch namenlosen, blauen Sympathieträger sind nun fester Bestandteil im Notfall-Rucksack und sollen Kindern bei der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse helfen.

DRK Göppingen e.V.

Das Kriseninterventionsteam arbeitet rein ehrenamtlich und ist auf Unterstützung und Spenden angewiesen. Helfen können Sie unter www.drk-goeppingen.de. Dort erfahren Sie auch noch mehr zur psychosozialen Notfallversorgung und der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes.

 

Bildnachweis

© Ulrike Staub

© fsHH / Pixabay.com

© Golda / Pixabay.com

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