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Hagebutten an einem Busch

Der Hägenmarkpfad in Auendorf

Erlebniswandern steht hoch im Kurs – auch in der Schwäbischen Alb. Eher im Stillen blüht da der Hägenmarkpfad rund um Auendorf – noch. Denn auch hier gibt es einiges zu entdecken.
Inhalt & Quicklinks

Die Hagebutte und Auendorf

Wer kennt es nicht, das alte Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben aus dem Jahr 1843. Gemeint ist damit die Hagebutte, für die der beschauliche Bad Ditzenbacher Teilort Auendorf seit alters her bekannt ist.

Ob der Komponist damals durch einen Besuch auf der Schwäbischen Alb zu diesem Lied inspiriert wurde, ist nicht bekannt. Doch bis heute nennt sich die 600-Seelen-Gemeinde auch das „ländliche Hägenmarkdorf“. Für alle Nicht-Schwaben: Hägenmark ist das Mus, das aus der Hagebutte hergestellt und zu köstlicher Marmelade – schwäbisch: Gsälz – verarbeitet wird.

Auendorf liegt direkt am Hägenmarkpfad

Noch mehr Hagebutten

Flyer und Broschüren zum Hägenmarkpfad gibt es im Haus des Gastes in Bad Ditzenbach oder unter:

Frische Hagebutten auf einem Brett

Der Beginn einer Erfolgsgeschichte

Kurz nach der Entstehung des oben genannten Kinderlieds, nämlich 1850, begann die Auendorferin Anna Schneider aus der Not heraus, Hagebutten zu verarbeiten. Als Witwe war sie gezwungen, Geld für sich und ihre Kinder zu verdienen.

Aus den Häga, wie die fleischigen Früchte der Heckenrose genannt werden, stellte Anna Schneider ein köstliches und vitaminreiches Mus her. Mit einem Leiterwagen und gut gefüllten Holzbottichen zog sie dann von Dorf zu Dorf, um ihr Hägenmark zu verkaufen.

Historischer Hägenmarkpfad

Diese Geschichte über die Anfänge der Hägenmarkproduktion in Auendorf erfahren interessierte Spaziergängerinnen und Spaziergänger auf dem Hägenmarkpfad. Auf rund zwei Kilometern verläuft er als Rundweg an den Hängen und im Tal von Auendorf in Richtung Bad Ditzenbach.

In der Ortsmitte von Auendorf ist der Weg gut ausgeschildert. Hier steht auch die erste von insgesamt sechs Informationstafeln mit Wissenswertem rund um das Heckenrosengewächs.

Der Hägenmarkpfad

Zunächst geht es durch ein Wohngebiet, dann zweigt ein Pfad links ab und führt steil hinauf in den Wald. Der Hägemarkpfad verläuft nun oberhalb der Talsohle und schnell wird klar, warum die Hagebutte hier eine so wichtige Rolle spielt. Die Pflanze gedeiht auf dem Kalkgestein und an den Hängen der Wacholderheiden besonders gut. Vor der Flurbereinigung diente sie auch als Abgrenzung zwischen den Äckern.

Am höchsten Punkt bieten sich herrliche Ausblicke, Bänke laden zur Rast ein und an manchen Tagen sind Schafe – die Landschaftspfleger der Wacholderheiden – die Wegbegleiter. Zurück geht es über einen steilen Wiesenweg hinunter ins Tal und auf dem asphaltierten Radweg wieder zum Ausgangspunkt nach Auendorf.

Im Ort wird die Tradition der Hägenmarkherstellung heute noch von mehreren Betrieben gepflegt. Auch in der Manufaktur Rösch, betrieben von Anna Schneiders Nachfahren, die bis heute ihre Produkte auf den Märkten der Region verkaufen.

Ein Informationsschild am Hägenmarkpfad

Hagebutten sind ein echtes regionales Superfood.

Erfahren Sie Wissenswertes rund um die rote Frucht.

Wandern in der Gruppe.

Sie möchten den Hägenmarkpfad gemeinsam mit anderen erwandern? Kein Problem. Jeden dritten Samstag im Monat findet eine geführte Wanderung statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter:

Christina Maier

Tourismus- & Kulturbüro Bad Ditzenbach

Bildnachweis

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