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Tisch mit Nudelteig, Messer, selbstgemachten Tagliatelle und Ravioli

Maultaschen aus aller Welt: So beliebt sind Teigtaschen

Gebraten, geschmälzt oder in der Suppe – die Welt der Maultaschen ist groß und vielfältig. Davon kann sich jeder am 3. Oktober 2021 auf dem „Mauldascha-Fescht Hohenstaufen“ überzeugen. Aber nicht nur hier lieben wir Teigtaschen – tatsächlich gibt es diese in vielen Ländern. Wir schauen uns an, was es in der Welt der gefüllten Nudeln noch so alles gibt.
Inhalt & Quicklinks

Italien: Tortellini, Ravioli und Schlutzer in Hülle und Fülle

Wenn wir an Nudeln denken, dann denken die meisten von uns sofort an Italien. Die Nudelvielfalt im Mittelmeerstaat kennt keine Grenzen: Bucatini, Cannelloni, Fettuccine, Maccheroni, Spaghetti – oder eben auch Tortellini, deren größere Schwestern, die Tortelloni, Ravioli und in Südtirol die „Schlutzer“, also Schlutzkrapfen.

Im Detail unterscheiden sich diese nur geringfügig. Häufig ist nur die Form anders, wie sie gefaltet oder geknotet werden oder aus welcher Region Italiens sie traditionell kommen. Im Kern aber handelt es sich immer um gefüllte Teigtaschen. Diese können mit so gut wie allem gefüllt werden: Schinken, Spinat, Pilze, Ricotta, Kürbis, rote Beete – es gibt kaum Grenzen des Möglichen.

Wo es allerdings Streitpotential gibt – auch in Italien – ist wie die Teigtaschen gegessen werden sollen: in Butter geschwenkt und mit Parmesan abgeschmeckt, in Tomaten- oder Rahmsauce oder in Fleischbrühe. All das ist möglich, aber nicht immer überall gerne gesehen. So wird man Sie in Südtirol etwa skeptisch anschauen, wenn Sie Ihre Schlutzer mit einer Tomatensauce möchten. Denn traditionell werden diese mit Butter, Parmesan und Schnittlauch kredenzt.

Ein Tisch voll Tortellini
Ein Teller voller Piroggen mit einem Schnittlauch-gebratene Zwiebeln-Topping

Slawische Teigtaschen: Pirogge, Wareniki und Pelmeni

Auf den ersten Blick handelt es sich um ein und dieselbe Teigtasche. Tatsächlich sind Piroggen und Wareniki auch dasselbe. Nur heißten die Teigtaschen in Russland Wareniki und in Ländern wie Polen eben Piroggen. Bei genauerem Hinschauen aber gibt es kleine Unterschiede.

Pelmeni sind nämlich kleiner als Piroggen beziehungsweise Wareniki. Außerdem gibt es Pelmeni nur mit Fleischfüllung – in der Regel eine Hackfleischmischung aus Schwein und Rind. Sobald das Fleisch mit Gemüse ersetzt wird, bekommen Sie in Russland Wareniki. Piroggen hingegen gibt es mit jeder beliebigen Füllung: ob mit Fleisch, Quark, Käse, Kartoffeln, Pilzen, Sauerkraut oder Spinat spielt alles keine Rolle. Mit Teig ummantelt kann so gut wie alles werden.

Südostasien: Von Jiaozi, Wan Tan und Frühlingsrollen

Die „speziellste“ gefüllte Teigtasche in diesem Artikel ist bestimmt die Frühlingsrolle. Diese wird nämlich nicht in Wasser gekocht, sondern frittiert. Außerdem besteht sie aus verschiedenen Teigblättern und hat optisch auch wenig mit einer Maultasche zu tun. Tatsächlich hat sie die Form einer Seidenraupe, die zum chinesischen Neujahrsfest, das den Beginn des Frühlings einleitet, schlüpfen. Und traditionell werden Frühlingsrollen an diesem Tag gegessen. Gefüllt sind sie zumeist mit fein geschnittenem Gemüse, Soja- oder Mungobohnenkeimen sowie Pilzen, Hackfleisch oder auch Glasnudeln.

Schon mehr in die Richtung „europäische Teigtaschen“ gehen Jiaozi und Wan Tan. Im Grunde sind diese sehr ähnlich und unterscheiden sich lediglich in der Dicke des Teiges – Wan Tan wird dünner ausgerollt als Jiaozi – sowie in der Zubereitung: während Wan Tan hauptsächlich in Wasser gekocht wird, werden Jiaozi auch gebraten oder gedämpft.

Gefüllt werden sie allerdings gleich, wobei sich die Füllung von Region zu Region unterscheidet: am Meer werden vermehrt Meeresfrüchte als Füllung verwendet, während im Landesinneren viel Lammfleisch genutzt wird. Traditionell wiederum sind beide mit Schweinefleisch gefüllt.

Ein Tellerchen mit fünf Frühlingsrollen darauf
Ein Holzbrettchen, auf dem vier Samosa und eine grüne Paprikaschote liegen

Zentralasiatische „Maultaschen“: Samosa, Mänti und Boraki

Liebhaberinnen und Liebhaber der Teigtasche kennen sie bestimmt schon – und wenn nicht, dann lohnt sich eine Reise nach Zentralasien. Denn hier bekommen Sie die ganze Vielfalt der gefüllten Teiglinge geboten. Aber zugegeben, Zentralasien umfasst auch eine große Fläche. Das soll Sie aber nicht davon abhalten nach Pakistan, Kasachstan oder Armenien zu reisen.

Samosa bekommen Sie in Pakistan oder auch in Indien serviert. Hierbei handelt es sich um Teigtaschen, die als Dreieck zusammengefaltet und in heißem Öl frittiert werden. Traditionell handelt es sich bei Samosas um eine Resteverwertung. Denn gefüllt werden sie mit den Resten aus Gemüsecurry, Kartoffeln oder Reis. Aber auch Hackfleisch, Käse oder Fisch finden ihren Weg in die Teigtasche.

Mänti wiederum gibt es in Kasachstan sowie in der Türkei, Russland, Usbekistan oder in Armenien. Die kasachische Version wird mit einer Lamm- und Rindfleischhackmischung gefüllt. Sie werden in einem speziellen Dampfkochtopft gekocht und mit saurer Sahne, Tomatensauce, Schmand oder Essigsauce serviert.

In Armenien finden Sie nicht nur Mänti, sondern insbesondere Boraki. Im Unterschied zu allen bisherigen hier vorgestellten Teigtaschen, werden Boraki nicht vollständig verschlossen. Denn tatsächlich bleibt eine Seite der zylindrisch geformten Taschen offen. Außerdem werden Sie nur blanchiert, also nur kurz in siedendem Wasser gegeben, und anschließend in Butter fertig gebraten. Traditionell werden Boraki mit Rinderhack gefüllt.

Die große Welt der Maultaschen

Nicht nur bei uns wissen wir die Vorzüge von gefüllten Teigtaschen zu schätzen. Tatsächlich gibt es in so gut wie jeder Küche die eine oder andere Variation davon zu finden. Wenn nicht traditionell dort beheimatet, wurden diese häufig durch Zugewanderte eingeführt, wie etwa in Kanada oder den USA durch Einwanderer aus Osteuropa.

Ein Teller voller schwäbischer Maultaschen mit getrockneten Tomaten garniert

Teigtaschen regieren die Welt!

Alles was Sie über unsere Maultasche wissen müssen.

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